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Bewertung

Assassin's Creed Black Flag Resynced Test: Wunderschön, aber zu brav

Ubisoft Singapurs Remake des Piratenklassikers von 2013 ist wunderschön und treu, spielt aber zu vorsichtig - und streicht heimlich Funktionen. Grandios für Neulinge, überflüssig für Veteranen. Wertung: 7/10

Luka Perić

Saturday, July 25, 2026

Assassin's Creed Black Flag Resynced Test: Wunderschön, aber zu brav

Manche Remakes gibt es, weil das Original schlecht gealtert ist. Assassin's Creed Black Flag Resynced gibt es, weil Ubisoft genau weiß, dass das Piraten-Epos von 2013 zu den besten Spielen gehört, die der Konzern je veröffentlicht hat - und weil eine frische Lackierung sich gut verkauft. Die Frage ist also nicht, ob Black Flag großartig ist. Das war es immer. Die Frage ist, ob dieser Neubau im Jahr 2026 sechzig Euro rechtfertigt.

Beginnen wir mit dem Guten, denn davon gibt es reichlich. Ubisoft Singapur hat das Spiel von Grund auf neu auf der aktuellen Anvil-Engine gebaut - derselben Technik hinter Shadows - und die Karibik sah noch nie so aus. Raytracing-Licht bricht durch die Segel, Wasser schäumt überzeugend am Rumpf der Jackdaw, und Edward Kenways Gesicht spielt endlich wie ein echter Mensch. In einen Sturm zu segeln, um ein legendäres Schiff zu jagen, während die Kanonen zu einem Shanty donnern, ist noch immer eines der reinsten Vergnügen der Reihe. Die Seegefechte haben echte Liebe bekommen: rekrutierbare Offiziere, tiefere Schiffsanpassung und erweiterte Unterwasser-Erkundung.

Dann schleichen sich die Zweifel ein.

Der Kampf wurde zu kürzeren Kombos und strengeren Paraden "modernisiert" und ist solide - schleift aber die wilden, chaotischen Kanten der Originalgefechte ab. Darby McDevitt schrieb zwei neue Szenen, was Fans schätzen werden, doch die Gegenwarts-Abstergo-Passagen wurden durch vage "What If?"-Vignetten ersetzt, die den Erzählrahmen aushöhlen. Und das schmerzt am meisten: die Missionswiederholung ist weg. Klammheimlich gestrichen. Entdeckung lässt Verfolgungsmissionen nicht mehr sofort scheitern - eine echte Verbesserung - aber die Summe dieser Änderungen ist ein glatteres, sichereres Spiel, kein mutigeres.

Das ist die Spannung. Dies ist ein technisch exzellentes, wunderschönes und respektvolles Remake eines Meisterwerks, und wer Black Flag nie gespielt hat, findet hier den definitiven Einstieg. Neueinsteiger dürfen meine Wertung aufrunden. Doch wer noch die Version von 2013 besitzt, zahlt Vollpreis für schöneres Wasser und ein paar Zwischensequenzen und verliert dabei Funktionen, die er bereits hatte.

Die Kritik spaltete sich hart - mal Neunen, mal ein Schulterzucken bei einer Sieben - und diese Spanne sagt alles. Niemand hält es für schlecht. Viele halten es für überflüssig.

Für wen ist das? Für Erstspieler, für abtrünnige Fans, die einen Vorwand zum erneuten Segeln suchen, und für alle, denen Präsentation wichtiger ist als Bewahrung. Alle anderen können ohne schlechtes Gewissen auf einen Rabatt warten.

Bei uns ist mit dem üblichen Sechzig-Euro-Niveau zu rechnen, samt der bekannten Launch-Rabatte, die bereits kursieren - wer geduldig ist, sieht den Preis schnell fallen.

Fazit: Ein atemberaubendes Remaster eines eiskalten Klassikers, das zu vorsichtig spielt, um unverzichtbar zu sein. Das beste Piratenspiel des Jahrzehnts, mit Liebe und etwas zu viel Vorsicht neu gebaut.

Wertung: 7/10

Bild: Johensonthe3rd / CC BY-SA 4.0, source: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:The_Sailing_Ship_Columbia_during_the_Pirates_of_the_Caribbean_scene_of_Fantasmic.jpg