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Bewertung

Duskfade im Test: Das PS2-Platformer-Revival, wie es sein soll

Weird Belugas Uhrwerk-Platformer glänzt bei Bewegung, Welten und Bossen, auch wenn der Kampf hinterherhinkt. Ein echter Geheimtipp im August. Wertung: 8/10.

Luka Perić

Saturday, August 15, 2026

Duskfade im Test: Das PS2-Platformer-Revival, wie es sein soll

Alle paar Monate verspricht ein kleines Studio die Rückkehr des goldenen Zeitalters der 3D-Platformer, und die meisten liefern eine Nostalgiefalle ohne Substanz. Duskfade, erschienen am 13. August 2026 für PC, PS5, Xbox Series X|S und Switch 2, ist die seltene Ausnahme, die wirklich abliefert.

Worum es geht

Entwickelt vom kleinen Team Weird Beluga und veröffentlicht von Fireshine Games, schlüpft ihr in die Rolle von Zirian, einem jungen Werkstattlehrling in einer Uhrwerkwelt, in der die Zeit plötzlich stehen geblieben ist und die Dunkelheit vordringt. Seine Schwester Allira ist verschwunden, also geht es los - durch düstere Wälder, Vulkanberge und einige der einfallsreichsten vertikalen Level, die ich in diesem Genre seit Jahren gesehen habe. Das Spiel trägt seine PS2-Inspiration stolz vor sich her, wirkt aber nie wie ein Museumsstück.

Wie es sich spielt

Die Fortbewegung ist der Star. Zirian verkettet weite Sprünge, Luft-Dashes und einen Enterhaken zu Läufen, die wunderbar fließen, sobald man das Moveset verinnerlicht hat - und die Level belohnen diese Meisterschaft: Sammelobjekte, Upgrade-Materialien und Geheimnisse stecken in jedem Vorsprung und Zahnradschacht, dazu kommt leichtes Metroidvania-Backtracking mit neuen Fähigkeiten in alten Gebieten. Die Bosskämpfe sind das zweite Highlight: kreativ, gut inszeniert, einprägsam. Auch die Geschichte hat mich überrascht - unter dem leichten Ton liegt ein wirklich berührender Faden über Trauer und Verlust.

Die Schwächen

Der Kampf ist das schwache Bein. Er funktioniert, ist aber vor allem in der ersten Hälfte repetitiv, etwas schwammig, und das Gegnerverhalten wirkt mitunter inkonsistent. Das Backtracking, das mir meist gefallen hat, kippt gegen Ende ein paarmal in Mühsal. Nichts davon ruiniert das Erlebnis; alles zusammen hält Duskfade eine Stufe unter den Klassikern, die es verehrt.

Preis und Wert

Für 29,99 Euro - mit 20 Prozent Startrabatt bis zum 27. August - stimmt der Preis für das Gebotene genau. Die ersten Reaktionen bestätigen das: Die Steam-Wertung startete auf Sehr Positiv, und auch die Kritik ist wohlwollend.

Fazit

Duskfade ist, was ein Revival sein sollte: Es leiht sich das Gefühl der Klassiker und baut darauf eine eigene Identität. Wer mit Jak, Ratchet oder Sly aufgewachsen ist - oder einfach einen wunderschönen, aufrichtigen Platformer vor den Herbst-Giganten will - bekommt hier eine klare Empfehlung. Der Kampf trennt es von der Größe, aber nicht vom Status eines echten Geheimtipps im August.

Wertung: 8/10

Bild: Pete Markham from Loretto, USA / CC BY-SA 2.0, source: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:North_Shore_Trip_-_Fall_2012_-_Split_Rock_Clockworks_(8061060091).jpg