GTA 6 zielt auf 30 FPS - und eine PS5 Pro ändert daran wohl nichts
Rockstar peilt für GTA 6 auf Konsolen vorerst 30 FPS an und hat noch immer nicht entschieden, ob es überhaupt einen 60-FPS-Modus gibt. Bevor jemand auf eine Pro spart, lohnt sich der Blick darauf, warum mehr Geld hier fast sicher keine zusätzlichen Bilder kauft.
Jakov Mikelić
Sunday, August 30, 2026

Bevor ihr anfangt, für eine PS5 Pro zu budgetieren, lest das hier bitte in Ruhe. Rockstar peilt für GTA 6 auf Konsolen vorerst 30 FPS an und räumt selbst ein, noch nicht festgelegt zu haben, ob es zum Launch einen 60-FPS-Performance-Modus geben wird - oder überhaupt jemals.
Das so spät noch offenzulassen ist ungewöhnlich, und es sagt einiges darüber aus, wie knapp die Reserven bei diesem Spiel sind.
Digital Foundry hat das ausführliche Gameplay-Material auseinandergenommen und war durchaus angetan. Die PS5-Aufnahme sieht nach nativen 1440p aus, die stabile, sauber verteilte 30 FPS halten, mit nur gelegentlichen Aussetzern einzelner Bilder. Der übliche Vorbehalt gilt: Der Trailer selbst ist ein 30-FPS-Video, alles Schlechtere würde darin schlicht nicht sichtbar.
Mehr Geld bringt hier keine zusätzlichen Bilder
Jetzt zum Teil, der euren Geldbeutel betrifft. Der Reflex liegt nahe - wenn die Basiskonsole bei 30 festhängt, liefert die Pro doch sicher 60. Ziemlich sicher tut sie das nicht.
Die Pro ist ein Grafik-Upgrade. Schnellere GPU, besseres Raytracing, PSSR-Upscaling. Der Prozessor wurde kaum angefasst, Digital Foundry beziffert den Unterschied auf ungefähr sieben Prozent. Ein Spiel, das auf dichtem Verkehr, großen Menschenmengen, Physik und Simulation gleichzeitig aufbaut, ist ein CPU-Problem, kein GPU-Problem. Sieben Prozent bringen euch nicht von 30 auf 60. Sie bringen euch auf 32. Das realistischste Szenario, über das ernsthaft geredet wird, ist ein 40-FPS-Modus auf einem 120-Hz-Display, und selbst das ist nicht zugesagt.
Ehrlich gelesen heißt das: Eine Pro lässt GTA 6 sauberer aussehen. Flüssiger anfühlen wird es sich nicht in der Art, für die die meisten Käufer glauben zu bezahlen.
Dieser Unterschied wiegt bei uns in der Region schwerer als in reicheren Märkten. Ein Konsolen-Upgrade ist hier für viele Haushalte eine Sparentscheidung über Monate und kein Impulskauf, und "hol dir die Pro wegen GTA" ist genau der Satz, der sich in Gruppenchats verbreitet, ohne dass jemand das technische Kleingedruckte liest.
Auch der PC ist kein sauberer Ausweg. Rockstar hat eine lange Geschichte darin, seine offenen Welten deutlich nach dem Konsolenrelease auf den PC zu bringen, und nichts deutet bislang auf eine Änderung hin. Jetzt einen Rechner speziell dafür zu bauen, GTA 6 am ersten Tag zu spielen, ist eine Wette auf einen Zeitplan, den niemand veröffentlicht hat.
Ich würde bei der Hardware bleiben, die ich schon habe. Eine Basis-PS5 - und gebraucht gibt es hier inzwischen reichlich Angebot, jetzt wo die Generation ausgereift ist - wird das Spiel genau so laufen lassen, wie die Entwickler es abgenommen haben. Wenn ihr die Wahl habt, nehmt die Disc statt des Downloads, denn eine physische Kopie ist die einzige Version, die ihr einem Freund leihen oder nach dem Durchspielen weiterverkaufen könnt, und bei einem Spiel dieser Größe ist dieser Wiederverkaufswert echtes Geld zurück.
30 FPS allein sind kein Skandal. GTA 5 erschien mit 30 FPS auf Hardware von 2005/06, und die Leute haben es ein Jahrzehnt lang gerne gespielt. Der Skandal wäre, einen ordentlichen Hardware-Aufpreis zu zahlen, um bei exakt derselben Zahl zu landen.
Bild: Sergey Galyonkin / CC BY-SA 2.0, source: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Playstation_Dualsense_controller.jpg