Hell Clocks Cursed War-Erweiterung ist das Roguelike-ARPG, das ihr verpasst
Das aus Brasilien stammende Action-Roguelike, das Hades' Tempo mit Diablos Loot verbindet, hat eine grosse neue Erweiterung namens Cursed War bekommen - der perfekte Anlass, diesem Aussenseiter endlich eine Chance zu geben.
Marko Kovač
Friday, July 10, 2026

Wenn eure Steam-Bibliothek ohnehin schon unter einem Dutzend Roguelikes und ARPGs ächzt, verstehe ich, warum euch Hell Clock entgangen ist. Das hätte es nicht sollen. Das Dark-Fantasy-Action-Roguelike von Rogue Snail hat sich leise zu einem der eigenständigeren Vertreter eines überfüllten Genres entwickelt, und seine neue Cursed War-Erweiterung ist ein grossartiger Moment zum Einsteigen.
Was Hell Clock wirklich heraushebt
Die meisten Roguelike-ARPGs entscheiden sich für eine Richtung: den knappen, run-basierten Rhythmus eines Hades oder das tiefe Build-Crafting und Loot-Grinding eines Diablo oder Path of Exile. Der ganze Reiz von Hell Clock ist, dass es sich weigert zu wählen. Ihr bekommt das schnelle Nur-noch-ein-Run-Tempo eines Roguelikes, aber mit der Skill- und Item-Tiefe, die sonst in einem vollwertigen ARPG steckt. Genau diese Kombination ist der Grund, warum es ständig im selben Atemzug mit Hades und Diablo verglichen wird.
Das Setting ist der zweite Aufhänger und für das Genre wirklich ungewöhnlich. Statt einer weiteren generischen gotischen Hölle setzt Hell Clock auf eine Dark-Fantasy-Nacherzählung des brasilianischen Krieges von Canudos aus dem 19. Jahrhundert. Ihr spielt Pajeu, den die titelgebende Hell Clock immer wieder zurückzerrt, um so weit und so schnell wie möglich zu kämpfen, bevor die Uhr euch unter sich zieht. Eine Prämisse mit echter Substanz, die dem Ganzen eine Identität gibt, die vielen Konkurrenten schlicht fehlt.
Warum Cursed War wichtig ist
Die Sache ist die: Gute Roguelikes stehen und fallen mit ihrem Endgame und den Gründen, immer wieder auf Neustart zu drücken. Hell Clock startete mit einer vollständigen Mehr-Akt-Kampagne sowie einer frühen Version seines Ascension-Endgame-Systems, und eine Erweiterung wie Cursed War ist genau die Art Content-Injektion, die aus einem starken Roguelike einen echten Zeitfresser macht.
Für alle, die das Spiel früher abgebrochen haben, ist eine neue Erweiterung zudem der bestmögliche Wiedereinstieg. Mehr Builds, mehr Gründe für die Loot-Jagd und mehr Runs zum Versinken sind genau das, was dieses Genre auf dem PC am Leben hält, und deshalb feiere ich lieber ein scharfes Indie wie dieses, als zuzusehen, wie alle auf dieselben zwei, drei grossen Namen zurückfallen.
Lohnt es sich?
Wenn ihr die üblichen Verdächtigen leid seid und etwas mit derselben süchtig machenden Schleife wollt, aber mit frischem Anstrich - und einem Setting, das ihr nirgendwo sonst findet - ist Hell Clock derzeit eine leichte Empfehlung. Es läuft gut auf bescheidener PC-Hardware, respektiert eure Zeit durch seine run-basierte Struktur, und Cursed War gibt abtrünnigen Spielern einen klaren Grund zurückzukehren.
Aussenseiter wie dieser halten das Genre interessant. Gebt ihm eine Chance.
Bild: Brian Wong / CC BY-SA 2.0, source: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gaming_PC-Setup_-_Astaroth-_The_Completed_System.jpg