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Oblivion auf der Switch 2 sieht toll aus - bis Cyrodiil zu ruckeln beginnt

Digital Foundry hat The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered auf der Switch 2 unter die Lupe genommen. Die gute Nachricht: Es ist eine wirklich hübsche Portierung, bei der DLSS echte Arbeit leistet. Der Haken: Das Stottern, das jede Version plagt, reist mit.

Ana Horvat

Ana Horvat

Monday, August 17, 2026

Oblivion auf der Switch 2 sieht toll aus - bis Cyrodiil zu ruckeln beginnt

Ehrlich gesagt hatte ich erwartet, dass diese Portierung ein warnendes Beispiel wird. Ein riesiges Unreal-Engine-5-Remaster eines RPGs von 2006, auf einen Handheld gequetscht? Solche Sätze enden normalerweise in Tränen. Und doch beginnt die neue Technik-Analyse von Digital Foundry zu The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered auf der Switch 2 mit etwas, das ich nicht kommen sah: Es sieht gut aus. Richtig gut.

Laut DF haben Bethesda und Virtuos die meisten visuellen Verbesserungen der anderen Plattformen übernommen, etwas mehr als ein Jahr nach dem ursprünglichen Start des Remasters. Weil in der Switch 2 ein Nvidia-Chip steckt, nutzt die Portierung DLSS-Upscaling - und DF findet, dass das Ergebnis stellenweise sogar schärfer ausfällt als die Xbox-Series-S-Version. Dass ein Nintendo-Handheld bei einem Bethesda-RPG eine Xbox-Konsole in Sachen Schärfe schlägt - das hätte mir mein Teenager-Ich nie geglaubt.

Und wo ist der Haken?

Bei der Performance, natürlich. Bei diesem Spiel geht es immer um die Performance. DF beschreibt ein 30-fps-Ziel, das meistens gehalten wird - aber Streifzüge durch die offene Welt oder belebte Innenräume lassen die Bildrate einbrechen. Das berüchtigte Ruckeln ist da, und es frustriert gerade deshalb, weil der Rest der Portierung so solide ist.

Die Wendung, die ich liebe: In den Tests von DF war der Handheld-Modus die stabilste Art zu spielen. Lange Sessions auf dem kleinen Bildschirm liefen ohne Drama. Ausnahmsweise bekommen die mobilen Spielerinnen und Spieler nicht die Kompromissversion - sondern die flüssigste.

Und bevor jemand zur 'faule Portierung'-Mistgabel greift: bitte nicht. DF weist darauf hin, dass genau dieselben Ruckler weiterhin die Versionen für PS5 und Xbox Series X|S plagen. Die Wurzel liegt tief darin, wie der alte Gamebryo-Kern des Spiels die Welt lädt, während Unreal Engine 5 obendrauf seine glänzende neue Grafik streamt. Cyrodiils Probleme reisen sozusagen mit Cyrodiil. Keine Konsole entkommt ihnen.

Mein Fazit: Wer darauf gewartet hat, vom Sofa aus durch Cyrodiil zu streifen, Pilze zu sammeln und versehentlich einem Assassinen-Kult beizutreten, bekommt hier eine wirklich charmante Gelegenheit - Ruckler inklusive. Ich wünschte nur, 'meistens stabil' wäre nach einem Jahr nicht immer noch die Obergrenze dieses Remasters, und zwar auf jeder Maschine, auf der es läuft.

Bild: AOMAF2024 from Wedel, Germany / CC0, source: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Nintendo_Switch_2_console_in_handheld_mode.png