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Bewertung

Palworld 1.0 im Test: Der Sandkasten wird endlich erwachsen

Nach zweieinhalb Jahren im Early Access erreicht Palworld die Version 1.0 mit einem riesigen Sky-Islands-Endgame. Immer noch repetitiv, aber der süchtig machendste Sandkasten im Game Pass. Wertung: 8/10.

Luka Perić

Thursday, July 30, 2026

Palworld 1.0 im Test

Vor zweieinhalb Jahren erschien Palworld als Lieblingswitz des Internets: "Pokemon mit Waffen." Dann spielten es 32 Millionen Menschen und das Lachen hörte auf. Jetzt, am 10. Juli 2026, hat Entwickler Pocketpair endlich das 1.0-Etikett draufgeklebt, und ich habe weitere gut 30 Stunden in die Vollversion versenkt, um zu sehen, ob sie die Beförderung verdient hat.

Kurze Antwort: größtenteils ja.

Worum es geht

Palworld ist ein Open-World-Survival-Crafter, in dem man Cartoon-Kreaturen namens Pals fängt und sie dann arbeiten lässt - sie schürfen Erz, gießen Felder, stehen am Fließband oder halten neben einem eine Sturmwaffe. Es ist der Basisbau aus Ark, das Sammeln aus Pokemon und die Automatisierung aus Fabrikspielen, verschmolzen zu etwas, das kein Recht hat, so gut zu funktionieren.

Wie sich 1.0 tatsächlich spielt

Die zentrale Neuerung sind der World Tree und die neuen Sky Islands, eine Endgame-Region, die laut Studio die Karte ungefähr verdoppelt. Es ist der beste Inhalt, den Palworld je hatte - vertikal, dicht und endlich ein Ort, an dem eure späten Pals zählen. Das neue Wing Pack ändert leise das Spiel: eine Gleitausrüstung, die den Party-Slot freimacht, den man früher an ein Flugreittier verschwendet hat, sodass ihr einen Kämpfer im Team behalten könnt.

Es gibt jetzt echtes PvP, ein tieferes Zuchtsystem namens "Genetic Recombination" für Min-Maxer und alberne neue Pals, die sich mitten im Kampf in Waffen verwandeln (der Sword Eel ist genau so dumm und großartig, wie er klingt). Der Paldeck knackt die 200 Einträge. Auf Steam Deck und Series S läuft es sauberer als zum Start, auch wenn sich bei großen Basis-Ticks noch ein Ruckler einschleicht.

Höhen und Tiefen

Wenn Palworld zündet, ist es eine Maschine, die euch die Abende stiehlt - noch ein Pal, noch ein Fließband, noch eine Himmelsinsel. Die Schleife ist gnadenlos.

Die Schwächen sind dieselben wie immer. Die Story ist selbst mit dem World-Tree-Finale nur dünnes Bindegewebe zwischen Aufgaben. Der Kampf ist funktional, nicht befriedigend, und die zweite Hälfte lehnt sich schwer an Grind an. Wer am Early-Access-Build gescheitert ist, weil er sich repetitiv anfühlte, den bekehrt 1.0 nicht - es gibt euch nur mehr, hübschere Dinge zum Wiederholen.

Für wen es ist

Für Sandkasten- und Koop-Spieler absolut - schnappt euch drei Freunde und das Spiel singt. Solospieler auf der Suche nach einer Geschichte sollten woanders schauen.

Zu 29,99 Euro (ein kostenloses Update, wenn ihr es schon besitzt) und ab Tag eins im Game Pass ist das Preis-Leistungs-Verhältnis kaum zu bestreiten.

Fazit

Palworld ist vom viralen Witz zu einem wirklich guten Sandkasten gereift. Es ist nicht tief, aber endlos und sträflich spielbar - und 1.0 ist mit Abstand die beste Version.

Wertung: 8/10