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Bewertung

Palworld 1.0 Test: Der Survival-Sandbox wird endlich erwachsen

Nach 30 Monaten im Early Access erreicht Pocketpairs Survival-Crafter mit Kreaturenfang die 1.0 - groesser, runder und immer noch absurd suechtig machend, samt Macken. Wertung: 8/10.

Luka Perić

Tuesday, July 28, 2026

Palworld 1.0 Test: Der Survival-Sandbox wird endlich erwachsen

Vor zweieinhalb Jahren explodierte Palworld auf Steam, verkaufte sich laecherlich oft, entfachte die Debatte "ist das Pokemon mit Waffen?" und liess sich dann still auf das lange Mahlwerk des Early Access ein. Am 10. Juli 2026 klebte Pocketpair endlich das 1.0-Etikett drauf. Ich ging zurueck und erwartete eine faule Ehrenrunde - und bekam etwas Besseres: ein Survival-Spiel, das genau weiss, was es sein will.

Worum es geht

Palworld ist ein Open-World-Survival-Crafter, in dem du Kreaturen namens Pals faengst und, ja, arbeiten laesst. Sie kaempfen an deiner Seite, klar, aber der eigentliche Trick ist, dass sie schuerfen, holzen, farmen, craften und in deiner Basis die Produktionslinie am Laufen halten. Es ist ein Monster-Collector, verschweisst mit einem Fabrik-Builder, und diese unwahrscheinliche Ehe bleibt das Interessanteste daran.

Wie es sich spielt

Die Systeme greifen wunderbar ineinander. Du faengst einen Pal mit der richtigen Arbeitseignung, setzt ihn in die Basis, und ploetzlich loest sich dein Erzstau von selbst auf, waehrend du auf Erkundung gehst. Diese Schleife - fangen, automatisieren, ausbauen, etwas Besseres fangen - ist still genial und frisst Stunden, ohne dass du es merkst. Der Kampf ist funktional, nicht tief: zielen, Sphaere werfen, anknabbern, fangen. Die Bosse (die Alpha-Pals und die menschlichen Syndikat-Schlaeger) zeigen die Zaehne, und eine gute Teamzusammenstellung zaehlt mehr als dein Abzugsfinger.

1.0 schleift viele raue Kanten ab. Es gibt jetzt ein echtes Story-Rueckgrat, neue Regionen, mehr Endgame-Ausruestung und ein echtes Gefuehl fuer ein Ziel. Die Performance hielt auf meiner Maschine weit besser als in den fruehen Builds.

Die Hoehen

Das Preis-Leistungs-Verhaeltnis ist absurd. Es kostet weiter 29,99 Dollar und liegt bei uns direkt am Release im Game Pass - das allein macht es zu einer leichten Empfehlung. Die Basis-Automatisierung ist das Beste im Genre diesseits von Factorio, und Koop mit Freunden verwandelt alles in froehliches Chaos.

Die Tiefen

Es ist immer noch Pocketpair, also erwarte Macken: schwebende Animationen, der eine oder andere Pal, der in eine Wand laeuft, Menues, die sauberer sein koennten. Die Story ist brauchbar, nicht denkwuerdig. Und die Kreaturendesigns bleiben, hoeflich gesagt, stark "inspiriert". Wenn dich Nintendo-nahe Silhouetten stoeren, werden sie dich weiter stoeren.

Fazit

Palworld 1.0 ist die Version, die dieses Spiel immer versprochen hat: ein breiter, tiefer, endlos bastelbarer Survival-Sandbox, der dein Geld respektiert und deinen Schlafrhythmus nicht. Es ist nicht das Originellste, was du dieses Jahr spielst, aber vielleicht das, von dem du nicht loskommst. Fuer dreissig Euro, oder gratis im Game Pass, gibt es keinen Grund, es nicht zu probieren.

Wertung: 8/10

Bild: Microsoft / Public domain, source: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:X_Xbox_Series_X_S_black.png