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Phantom Blade Zero bekommt eine eigene State of Play - und der Disc-Streit kommt gleich mit

Sony widmet Phantom Blade Zero am 17. August eine eigene State of Play mit rund 20 Minuten Gameplay. Doch in den Kommentaren geht es nicht um Schwerter, sondern um Discs - und daran ist Sony selbst schuld.

Ana Horvat

Ana Horvat

Wednesday, August 12, 2026

Phantom Blade Zero bekommt eine eigene State of Play - und der Disc-Streit kommt gleich mit

Ehrlich gesagt habe ich diese Meldung zweimal angeklickt. Einmal wegen des Spiels. Einmal wegen der Kommentare.

Sony räumt Phantom Blade Zero am 17. August eine komplette State of Play ein (19 Uhr pazifischer Zeit, bei uns also mitten in der Nacht auf den 18. August), und das ist kein symbolischer Zweiminüter. Es sind rund 20 Minuten ausführliches Gameplay, neue Charaktere, neue Builds - vor dem Release am 29. Oktober. Die Vorbestellungen laufen bereits. Dass ein einzelnes Third-Party-Actionspiel seine eigene Show bekommt, ist ein echter Vertrauensbeweis, und nach diesem elfminütigen Trailer verstehe ich das auch.

Der Chat hat andere Pläne

Wer unter die Ankündigung scrollt, findet keine Diskussion über Parier-Fenster. Er findet "keine Disc, kein Kauf", immer und immer wieder.

Anfang des Sommers hat Sony bestätigt, dass die physische Produktion neuer PlayStation-Spiele ab Januar 2028 endet. Alles, was vorher erscheint, bleibt unberührt; alles danach gibt es im Handel nur noch digital. Eine Petition dagegen hat über 330.000 Unterschriften gesammelt, und als Sony in der jüngsten Bilanzkonferenz darauf angesprochen wurde, lief die Antwort im Kern darauf hinaus: Wir haben es uns überlegt, wir machen es trotzdem.

Also schleppt inzwischen jeder PlayStation-Post denselben Kommentarstrang hinter sich her. Jeder Trailer. Jede Show. Jedes "jetzt auf die Wunschliste".

Und ich verstehe, warum die Leute nicht lockerlassen. Das ist keine Nostalgie für Plastik. Das ist, ein Spiel dem eigenen Bruder zu leihen. Eine gebrauchte Fassung für fünfzehn Euro zu kaufen, weil diesen Monat nicht mehr drin ist. Etwas im Regal zu haben, an das keine Delisting-Welle, keine Serverabschaltung und keine regionale Preiserhöhung herankommt. Das sind keine sentimentalen Extras - das ist schlicht Eigentum an dem, wofür man bezahlt hat.

Was mich am meisten beschäftigt, ist, wen das wirklich trifft. Nicht die Person, die gerade die Deluxe Edition vorbestellt. Sondern das Kind, dessen Eltern gebraucht kaufen, den Haushalt mit einer Konsole und einem Budget, die Spielerin in einem Land, in dem die Preise im PlayStation Store deutlich härter zuschlagen als in Kalifornien. Discs waren für all diese Leute das Ventil.

Fairerweise: Sony ist hier nicht allein schuldig. Nintendo liefert weiterhin Module aus, aber die Game-Key-Karten der Switch 2 haben ihre eigene Debatte darüber losgetreten, was "physisch" überhaupt noch bedeutet. Xbox driftet seit Jahren Richtung laufwerkloser Hardware. Die ganze Branche geht denselben Weg; Sony ist nur die Firma, die es laut ausgesprochen und ein Datum drangeschrieben hat.

Ich schaue am 17. trotzdem zu, und ich wünsche Phantom Blade Zero, dass es großartig wird - ein stilsicheres, selbstbewusstes Actionspiel hat seinen Moment verdient, und das Team dahinter hat diesen Streit nicht angefangen. Aber man kann nicht zwei Monate lang erzählen, dass Besitz keine Rolle spielt, und sich dann wundern, wenn der Applaus dünn ausfällt. Der Chat ist nicht kaputt. Das Vertrauen ist es.

Bild: Sergey Galyonkin / CC BY-SA 2.0, source: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Playstation_Dualsense_controller.jpg