Silent Hill: Townfall wechselt in die Egoperspektive - und das ist vielleicht genau der Punkt
Ein dreistündiger Hands-on-Preview sagt, dass das neue Silent Hill das typische Grauen der Reihe trifft - und der Wechsel in die Egoperspektive lässt den Nebel näher wirken als je zuvor.
Ana Horvat
Wednesday, July 29, 2026

Ich erinnere mich noch an das erste Mal, als sich in Silent Hill der Nebel senkte und ich wirklich keinen Schritt nach vorne machen wollte. Genau dieses spezielle, beklemmende Grauen ist der Grund, warum die Reihe den Leuten so viel bedeutet - und genau das ist laut einem frühen Hands-on-Preview zu Silent Hill: Townfall wieder da.
Zurück im Nebel, diesmal ganz nah
Townfall ist das erste Silent Hill in voller Länge, das komplett in der Egoperspektive gebaut ist, und genau das hat mich gepackt. Der Preview kam nach drei Stunden Spielzeit ehrlich überzeugt heraus: die neblige Stadt, die eine bestimmte Furcht einflößt, die kryptischen Rätsel in dieser angespannten Atmosphäre, das zugrunde liegende Trauma, das den Horror erdet - alles vorhanden. Doch direkt an der Umgebung zu sein, statt eine Figur von hinten zu beobachten, macht die Angst offenbar persönlicher. Der Text griff sogar zu einem P.T.-Vergleich, und wer diese kleine Demo gespielt hat, weiß, warum das aufregend und zugleich ein wenig beängstigend zu versprechen ist.
Was ich hier mag, ist die Form des Ganzen. Das ist kein Remake und keine direkte Fortsetzung - es ist eine in sich geschlossene Geschichte vor der kalten, isolierten Kulisse Schottlands im Jahr 1996. Sie stammt von Screen Burn, dem BAFTA-prämierten Studio, das früher No Code hieß, den Leuten hinter Stories Untold und Observation, veröffentlicht von Konami und Annapurna Interactive. Man spielt einen Mann namens Simon, und eines seiner Werkzeuge ist das CRTV, ein Taschenfernseher, mit dem man instabile Signale empfängt. Ein kleiner Bildschirm, der die andere Welt heranzieht - was für eine wunderbar Silent-Hill-typische Idee.
Es kommt für PS5 und PC, der Release ist für den 24. September angesetzt. Es ist also eine Konsolen-und-PC-Sache statt einer Ausbreitung über Generationen hinweg, was einem intimen Egoperspektiven-Horror ehrlich gesagt bestens steht.
Ich bin ehrlich: Bei allem, das den Namen Silent Hill trägt, bin ich von Natur aus vorsichtig, weil die Höhepunkte so hoch sind und die Fehlschläge wehtun. Aber ein kleines, seltsames, auf Geschichte fokussiertes Studio, das drei Stunden vor Testern verbringt, die hungrig nach mehr herauskommen? Das ist genau die Energie, die ich mir um diese Reihe wünsche. Wer zu den Spielern gehört, die das Licht anlassen und trotzdem nicht aufhören können, sollte sich den September vormerken.
Bild: Rick Curran / CC CC0 1.0, source: https://wordpress.org/photos/photo/85646e2c0c/