Switch 2 bekommt endlich VRR am Fernseher - und Update 23.0.0 hat ein paar schöne Überraschungen
Die neueste Switch-2-Firmware schaltet die variable Bildwiederholrate im TV-Modus frei, ermöglicht Systemübertragungen von Switch 2 zu Switch 2 und bringt Musik in den Mii-Editor. Was neu ist und wem es hilft.
Ana Horvat
Thursday, September 10, 2026

Endlich. Das war meine komplette erste Reaktion auf das Switch-2-Systemupdate 23.0.0, und einen Tag später stehe ich immer noch dazu.
Seit dem Launch war die variable Bildwiederholrate (VRR) auf der Switch 2 ein reines Handheld-Extra. Auf dem eingebauten Bildschirm konnte die Anzeige mit dem Spiel Schritt halten; sobald die Konsole im Dock steckte, war das vorbei. Mit diesem Update, das in derselben vollen Woche wie die jüngste Nintendo Direct erschienen ist, funktioniert VRR jetzt auch im TV-Modus.
Ein paar Einschränkungen, bevor ihr ins Wohnzimmer stürmt. Euer Fernseher muss VRR unterstützen, und das Spiel ebenfalls. Wenn beides passt, gleicht die Konsole die Bildwiederholrate an die tatsächliche Leistung der Software an - genau das glättet die kleinen Ruckler, wenn ein Spiel unter seine Ziel-Framerate fällt. Außerdem braucht das Dock ein eigenes Update, bevor die Funktion aktiv wird. Wenn ihr die Option also nicht findet, prüft das zuerst.
Und weil das hier Nintendo ist, gibt es zur Erklärung gleich ein Spielzeug dazu. Welcome Tour hat ein Update auf Version 1.1.0 bekommen, sodass die VRR-Slider-Demo jetzt auch im Dock spielbar ist. Ihr seht den Unterschied also mit eigenen Augen, statt einem Einstellungsmenü einfach zu glauben. Ich liebe es, dass sie so etwas immer wieder machen.
Aber ehrlich gesagt vermute ich, dass sich viele Familien im Alltag eher über etwas anderes freuen werden: die Systemübertragung von einer Switch 2 auf eine andere. Wenn eine Konsole kaputtgeht oder ihr eine neue kauft und die alte an jüngere Geschwister weitergebt, könnt ihr eure Daten jetzt einfach übertragen, statt alles mühsam neu aufzubauen. Außerdem fasst die Spielaktivität eure Spielzeit jetzt über mehrere Systeme zusammen, damit eure Historie nicht in zwei Hälften zerfällt, sobald ihr die Konsole wechselt.
Dazu kommt ein ganzer Haufen kleiner, durchdachter Dinge. Handheld Mode Boost lässt sich jetzt in den Schnelleinstellungen ein- und ausschalten, und während er aktiv ist, könnt ihr andere Controller nutzen, obwohl die Joy-Con 2 noch angesteckt sind. GameChat zeigt jetzt Chats an, denen ihr schon einmal beigetreten seid, lässt euch einen Chat starten, ohne vorher jemanden einzuladen, und bietet eine Option für die Bildschirmgröße. Audioeinstellungen lassen sich für jeden angeschlossenen Fernseher separat speichern, brasilianisches Portugiesisch kommt für die Sprachausgabe und die Sprache-zu-Text-Funktion in GameChat dazu, und auch die erste Switch bekommt ein Firmware-Update - inklusive einer neuen Einstellung für Virtual Game Cards im HOME-Menü, mit der ihr festlegt, welche Konsolen sie nutzen dürfen.
Aber das, was mich wirklich zum Grinsen gebracht hat, ist der Mii-Editor. Der hat jetzt Hintergrundmusik - Stücke von Wii, 3DS und Wii U - und eure Kreationen könnt ihr per QR-Code teilen. Ich habe mehr verregnete Nachmittage, als ich zugeben möchte, damit verbracht, zu dieser Wii-Melodie Miis von wirklich jedem Menschen zu basteln, den ich kannte. Sie jetzt auf einer brandneuen Konsole zu hören, hat mich mehr erwischt, als es jeder Bildwiederholraten-Regler je könnte.
Bild: Crisco 1492 / CC BY-SA 4.0, source: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Nintendo_Switch_2_in_Docking_Console.jpg