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Ubisoft begräbt still seine "Mikrotransaktionen machen Spaß"-Aussage - Black Flag zeigt warum

Ubisoft hat die berüchtigte Behauptung, Mikrotransaktionen würden Spiele unterhaltsamer machen, aus dem neuesten Finanzbericht gestrichen. Das Timing, genau als Black Flag Resynced zum Vollpreis mit einem Shop größer als das Spiel erscheint, sagt alles.

Ivan Novak

Ivan Novak

Tuesday, July 14, 2026

Ubisoft begräbt still seine "Mikrotransaktionen machen Spaß"-Aussage - Black Flag zeigt warum

Erinnert ihr euch, als Ubisoft seinen Investoren mit ernster Miene erzählte, Mikrotransaktionen würden Spiele tatsächlich *unterhaltsamer* machen? Dieser Satz ist still und heimlich aus dem neuen Finanzbericht des Unternehmens verschwunden. Keine Entschuldigung, keine Erklärung - einfach weg.

Und ehrlich, das Timing ist fast komisch. Er verschwindet in derselben Woche, in der Assassin's Creed Black Flag Resynced auf eine Wand wütender Reviews trifft - und zwar wegen, ihr habt es erraten, Mikrotransaktionen.

Die Rechnung lügt nicht

Hier ist der Teil, der bei uns wehtut. Black Flag Resynced kostet in unserem Teil Europas rund 70 Euro. Das ist ein Vollpreis-Singleplayer-Spiel - ein Remake eines Titels von 2013, den viele bereits auf einer älteren Konsole besitzen. Zusätzlich zu diesem Preis hat Ubisoft einen Helix-Shop mit Kosmetikpaketen, Schiffs-Skins und "Zeitsparern" vollgestopft. Der gemeldete Gesamtwert? Etwa 80 bis 90 Dollar - mehr als die Deluxe-Edition des Spiels selbst.

Und nicht alles ist nur Farbe. Eines der Pakete ist eine Karte, die geheime Orte in der Welt für echtes Geld freischaltet. Ein Teil dessen, was früher schlichtes Erkunden war - genau das, was das originale Black Flag besonders machte - steckt jetzt hinter einer Bezahlschranke.

Ubisofts Verteidigung folgt dem üblichen Drehbuch: alles optional, nie erforderlich, man kann die ganze Story ohne einen Cent beenden. Klar. Aber "optional" verliert seine Bedeutung, wenn ein 70-Euro-Spiel mit einer angeschraubten Kasse designt wird.

Was das bei uns bedeutet

Für einen Spieler hier ist das der frustrierende Teil. Siebzig Euro sind echtes Geld - ein ordentlicher Batzen eines normalen Gehalts für etwas, das im Kern ein aufgehübschtes altes Spiel ist. Es gibt keine regionale Preisgestaltung, die den Schlag abfedert, und der Gebrauchtweg, der uns bei physischen Discs gerettet hat, hilft wenig, wenn der Wert in einen Online-Shop abfließt.

Meine ehrliche Meinung? Einen peinlichen Satz aus einer Tabelle zu löschen ändert nichts. Ubisoft hatte keinen Sinneswandel, sondern ein PR-Problem. Das Verhalten ist identisch - sie prahlen nur nicht mehr damit vor den Investoren.

Die gute Nachricht ist, dass der Widerstand ankommt. Mixed Reviews, Spott, Schlagzeilen - das ist die einzige Sprache, auf die diese Dinge reagieren. Wenn es euch reizt, wartet, schaut einen Stream und entscheidet, ob ihr ein Spiel kauft oder Zugang zu einem Laden mietet.

Bild: LostplanetKD73 / CC BY-SA 4.0, source: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2023_NYCC_Cosplay_of_Assassin%27s_Creed_group.jpg