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Zweifelt Sony am Aus für PlayStation-Discs? Eine Entwicklerumfrage deutet es an

Sony soll Spieleentwicklern eine riesige Umfrage schicken, in der es auch um den Verkauf physischer Spiele geht - Monate nachdem angekündigt wurde, dass die Disc-Produktion für neue PlayStation-Spiele im Januar 2028 endet. Unbestätigt, aber das erste Zeichen, dass die Kritik angekommen sein könnte.

Ana Horvat

Ana Horvat

Friday, September 25, 2026

Zweifelt Sony am Aus für PlayStation-Discs? Eine Entwicklerumfrage deutet es an

Mein erstes PlayStation-Spiel kam in einer Hülle mit gebrochenem Scharnier, weitergereicht von einem Cousin, der es schon durchgespielt hatte. Ich habe es heute noch. Mein Neffe hat dagegen nie ein Spiel besessen, das er einem Freund leihen könnte - und dieser Gedanke lässt mich seit Juli nicht los.

Damals kündigte Sony an, dass die Produktion physischer Discs für neue Spiele auf PlayStation-Konsolen im Januar 2028 endet. Bereits erschienene Disc-Spiele und alles, was vor diesem Stichtag auf Disc erscheint, sind nicht betroffen. Danach kommen neue Titel aber nur noch digital über den PlayStation Store und digitale Händler. Sony begründete den Schritt damit, dass sich Kundenwünsche und die gesamte Unterhaltungsbranche von Discs wegbewegen.

Die Reaktion der Spielerinnen und Spieler war, vorsichtig gesagt, laut. Und jetzt gibt es ein Gerücht, dass Sony zuhört.

Was berichtet wird

Laut IGN erzählte Content Creator Tom im Podcast Broken Silicon, er habe von einer Umfrage erfahren, die Sony unter Spieleentwicklern verteilt. Seine Quellen beschreiben sie als die womöglich längste Umfrage dieser Art, die sie je gesehen haben, und irgendwo darin steckt eine Frage dazu, wie Studios ihre physischen Spiele verkaufen. Andere Medien, die über die Behauptung berichten, schreiben, die Umfrage wolle wissen, was Entwickler von der Disc-Entscheidung halten und ob ein Ende physischer Veröffentlichungen ihnen Probleme bereiten könnte.

Bitte mit Vorsicht genießen. Niemand hat bestätigt, dass es die Umfrage gibt, Sony hat sich nicht dazu geäußert, und selbst wenn sie echt ist: Eine Frage zu stellen heißt noch lange nicht, den Kurs zu ändern. Firmen befragen ihre Partner ständig.

Warum ich trotzdem ein bisschen hoffe

Ehrlich gesagt hat mich das berührt, denn gerade Entwickler könnten hier etwas bewegen. Spieler, die in sozialen Netzwerken schimpfen, lassen sich leicht als laute Minderheit abtun. Ein Publisher, der Sony sagt, dass Boxversionen für seine Handelsdeals, seine Collector's Editions oder seine Fans in Regionen mit langsamem Internet wichtig sind, lässt sich viel schwerer ignorieren.

Und es geht um weit mehr als Nostalgie. Mit einer Disc kann man ein Spiel einem Freund leihen, es nach dem Durchspielen weiterverkaufen, eine günstige Gebrauchtkopie fürs Kind kaufen oder spielen, ohne mit begrenztem Datenvolumen etwas Riesiges herunterzuladen. Sie ist außerdem das, was echtem Besitz eines Spiels am nächsten kommt. Gerade kleinere Studios haben limitierte physische Auflagen genutzt, um Fans zu erreichen und etwas dazuzuverdienen - es wäre schade, wenn sich diese Tür für sie schließt.

Auch sonst hat Sony noch viele Fragen offen gelassen, etwa was mit dem Laufwerk künftiger Hardware passiert oder ob ältere physische Spiele weiterhin nachgepresst werden.

Mit einer Kehrtwende rechne ich nicht. Aber wenn Sony die Leute, die die Spiele machen, wirklich fragt, ob das eine gute Idee ist, hoffe ich, dass diese Entwickler ehrlich antworten - und dass bei PlayStation jemand die Antworten mit offenem Blick liest. Meine Hülle mit dem gebrochenen Scharnier im Regal hätte gern Gesellschaft.

Bild: JDC808 / CC BY-SA 4.0, source: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:All_PlayStations_(1-5,_PSP,_%26_Vita).jpg