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Bewertung

Minecraft Dungeons II im Test: Größer, klüger, etwas gestreckt

Mojang und Double Eleven setzen auf eine halboffene Welt, Springen und ein deutlich tieferes Ausrüstungssystem. Ein günstiger Koop-Dungeon-Crawler, dem die Ideen vor der Karte ausgehen. Wertung: 7/10.

Luka Perić

Tuesday, September 29, 2026

Minecraft Dungeons II im Test: Größer, klüger, etwas gestreckt

Worum es geht

Minecraft Dungeons II ist der Nachfolger von Mojangs Spin-off aus dem Jahr 2020, entwickelt zusammen mit Double Eleven und veröffentlicht von Xbox Game Studios. Es ist heute, am 29. September, für PC, PS5, Xbox Series X|S, Switch und Switch 2 erschienen und ab dem ersten Tag im Game Pass Ultimate und PC Game Pass enthalten. Es bleibt ein Diablo für Einsteiger: isometrisch, beutegetrieben, gebaut für bis zu vier Spieler im Online- oder Couch-Koop, mit Crossplay.

Wie es sich spielt

Der erste Teil war eine Reihe linearer Level, die man auf einer Karte auswählte. Der Nachfolger ersetzt das durch eine halboffene Welt, durch die sich die Hauptquest schlängelt, mit Nebenquests, optionalen Dungeons, Schnellreise per Lore und Rissen in eine neue Dimension namens Sift - ein heller, seltsamer Ort mit eigenen Gefahren und klar der schönste Teil des Spiels. Und ja, man kann endlich springen. Klingt banal, öffnet aber Abkürzungen, versteckte Vorsprünge und leichtes Plattforming, und Erkunden fühlt sich nicht mehr wie ein Gang durch einen Korridor an.

Die größere Änderung ist die Ausrüstung. Das Original hatte einen Rüstungsplatz; jetzt gibt es Helm, Brustpanzer, Beinschienen und Stiefel, dazu Nahkampf, Fernkampf, Artefakte und drei Talisman-Plätze - zwölf statt sechs. Jeder Gegenstand trägt nur noch eine Verzauberung statt mehrerer, einzelne Teile sind also weniger verrückt, aber Synergien über ein komplettes Set zu stapeln ist interessanter als je zuvor. Ein schnelles Loadout-Overlay erlaubt den Wechsel mitten im Kampf ohne Pause, was im Koop viel ausmacht.

Der Schwierigkeitsgrad ist gut austariert. Solo ist es konstanter Druck ohne Spitzen; mit drei Freunden und höherer Stufe wird es richtig chaotisch. Nach einer Kampagne von etwa 15 Stunden inklusive der meisten Nebeninhalte geben die Soul Storms dem Endgame einen Sinn.

Wo es schwächelt

Die offene Welt ist größer als die Ideen, die sie füllen. Manche Dungeons haben zu viele leere Gänge zwischen den Kämpfen, und nach ein paar Stunden wirken Gegnermix und Beuteschleife sehr vertraut. Die Beschränkung auf eine Verzauberung pro Gegenstand hat auch die albernen, kaputten Builds abgeschliffen, mit denen man den ersten Teil so schön aushebeln konnte. Auf dem PC fehlen weiterhin echte WASD-Steuerung und eine eigene Taste zum Bewegen ohne Angriff - für einen Nachfolger unverständlich.

Preis und für wen

Mit 29,99 Euro für die Standard Edition (die Deluxe kostet mehr) ist es günstig für eine Neuerscheinung, und Key-Händler unterbieten den Preis bei uns bereits. Wer Game Pass hat, zahlt nichts extra - einfach ausprobieren. Ideal für Eltern, die mit Kindern spielen, für Couch-Koop-Abende und alle, denen Diablo oder Path of Exile zu dicht sind. Hardcore-ARPG-Fans sind an einem Wochenende durch.

Fazit

In fast jeder Hinsicht besser als das Original und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, aber mehr Welt bedeutet nicht automatisch mehr Spiel. Mit drei Freunden gibt es einen Punkt mehr.

Wertung: 7/10

Bild: Xbox México / CC BY 3.0, source: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Minecraft_Creeper.png