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DMZ in Modern Warfare 4 lässt dich den Spawn im Helikopter kaufen - und das ist ein Problem für alle anderen

Der neue Trailer zur DMZ-Progression zeigt bezahlte Einstiege: Jeeps, Helikopter und mehr für die, die es sich leisten können, während der Rest zu Fuß geht. Warum das mehr wiegt, als es klingt.

Jakov Mikelić

Friday, October 9, 2026

DMZ in Modern Warfare 4 lässt dich den Spawn im Helikopter kaufen - und das ist ein Problem für alle anderen

Stell dir vor: Du hast gerade genug für eine gebrauchte Konsole zusammengekratzt, startest den neuen Extraction-Modus von Call of Duty und spawnst zu Fuß. Der Squad am anderen Ende der Karte kommt per Helikopter. Nicht, weil sie besser sind. Weil sie bezahlt haben.

Das ist das Detail, das im neuesten Trailer zur DMZ-Progression in Call of Duty: Modern Warfare 4 steckt. Der Großteil des Videos dreht sich um das Zwischen-den-Matches-Zeug in der Forward Operating Base - Waffen aufrüsten, Operator-Fähigkeiten freischalten, Ausrüstung am 3D-Drucker fertigen. Gut, das ist Standard-Hausarbeit in einem Extraction-Shooter. Aber darin versteckt sind bezahlte Infil-Optionen: Du zahlst und landest per Jeep, Helikopter und so weiter in der Zone, statt wie alle anderen vom Kartenrand loszumarschieren.

In einem Extraction-Shooter ist das keine Kosmetik. Zuerst beim guten Loot sein, raus, bevor die Lobby aufwacht, den Todesmarsch über das offene Feld überspringen - das ist das ganze Spiel. Eurogamer sieht darin einen enormen Vorteil für reiche Spieler gegenüber armen, und ich finde das nicht übertrieben.

Jetzt die wichtige Einschränkung: Nach allem, was gezeigt wurde, zahlst du mit dem Geld, das du aus Raids mitbringst, nicht mit Euro. Und ich habe nichts dagegen, dass eine Ingame-Wirtschaft Leute belohnt, die gut extrahieren. Das Problem ist, was das mit der Form eines Matches macht. Wer vorne liegt, bekommt einen Helikopter, um vorne zu bleiben. Wer zweimal ausgelöscht wurde, läuft zu Fuß hinein und wird von dem gefarmt, der es nicht wurde. Das ist eine Schneeball-Mechanik, verkauft als Feature.

Und ich sage ehrlich, warum ich nervös bin. Call of Duty hat ein Jahrzehnt Übung darin, aus "im Spiel verdient" ein "oder kauf ein Bundle" zu machen. Niemand hat gesagt, dass sich die Brieftasche mit echtem Geld auffüllen lässt, und ich behaupte das auch nicht. Aber wer ein System baut, in dem Geld einen besseren Spawn bedeutet, hat die Brücke zum Shop schon halb gebaut. Den Film kennen wir.

Bei uns in der Region tut das etwas mehr weh. Modern Warfare 4 kommt zum Vollpreis, und viele werden es auf einer geteilten Konsole spielen, ein paar Abende pro Woche. Genau diese Spieler werden in DMZ keine dicke Brieftasche haben und immer wieder zu Fuß spawnen. Der Modus, auf den sich Leute gefreut haben, weil er nicht nach Pay-to-Win roch, hat jetzt eine Fahrzeugklasse, in die man sich einkaufen muss.

Ich warte ab, wie die Kosten tatsächlich ausfallen, wenn das Spiel später im Monat erscheint, bevor ich es kaputt nenne. Aber das Erste, was ich prüfe, ist nicht das Gunplay. Sondern wie viele Matches ein normaler Spieler braucht, um sich eine Mitfahrt leisten zu können.

Bild: U.S. Marine Corps photo by Cpl. Jackson Kirkiewicz / Public domain, source: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:U_S_Marines_Conduct_Helicopter_Support_Team_Resupply_with_Finnish_Soldiers_(7486560).jpg