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Bewertung

Airframe Ultra im Test: Das Rain-World-Studio baut ein tolles Bike und vergisst das Rennen

Videocults Cyberpunk-Kampfrenner sieht fantastisch aus und klingt genauso, ist aber reines Online-Spiel, belohnt Veteranen gnadenlos und startete mit winziger Spielerbasis. Wertung: 5/10.

Luka Perić

Saturday, November 7, 2026

Airframe Ultra im Test: Das Rain-World-Studio baut ein tolles Bike und vergisst das Rennen

Airframe Ultra ist das Spiel, das Videocult nach Rain World gemacht hat, weil sie - nach eigener Aussage - keine Lust mehr auf deprimierende Dinge hatten. Herausgekommen ist ein Online-Kampfrenner in Megacity West: Du fährst ein gebrauchtes Hoverbike einen Meter über dem Asphalt, drischst mit Rohren, Ketten und Plasmabrennern auf die anderen Fahrer ein und versuchst, Sieger statt Leiche zu sein. Erschienen am 5. November 2026 für PC über Steam, 13,49 Euro, mit 25 Prozent Einführungsrabatt (10,11 Euro) bis 19. November. Nur Windows, und ein Gamepad ist praktisch Pflicht.

Was funktioniert

Die ersten zehn Minuten sind elektrisierend. Die Bikes haben echte Physik - sie driften, prallen von Banden ab und wackeln, wenn dir jemand den Schläger an den Helm haut - und der körnige Lo-Fi-Look zwischen Akira und Jet Moto ist das Beste am Spiel. Der Soundtrack ist laut und dumm, genau wie vom Studio versprochen. Splitscreen wird unterstützt, du kannst also einen Freund aufs Sofa holen, und die Charakteranpassung (Helme, Jacken, Bike-Teile) gibt dir zwischen den Rennen etwas zum Jagen.

Wenn ein Rennen eng ist und vier Fahrer in einem Tunnel Schläge austauschen, habe ich verstanden, warum über die Next-Fest-Demo so viel geredet wurde. Hier steckt ein wirklich originelles Spiel.

Wo es auseinanderfällt

Das Problem ist alles um dieses Rennen herum. Airframe Ultra ist reines Online-Spiel. Keine Kampagne, kein Bot-Modus, keine Zeitfahrten - ist die Lobby leer, ist das Spiel leer. Und die Lobby ist oft leer: Am ersten Wochenende pendelte die Spielerzahl bei ein paar hundert, was bei uns, einige Zeitzonen vom US-Hoch entfernt, lange Wartezeiten und jeden Abend dieselben zehn Namen bedeutet.

Diese Namen sind auch ein Problem. Der Fortschritt schneeballt. Veteranen mit mehr Währung kaufen stärkere Waffen aus einem geteilten, zufälligen Shop, der erste Platz bringt sich aufsummierende Boosts, und ein Neuling schafft kaum eine Runde, bevor das Rennen entschieden ist. Das Tutorial erklärt nicht einmal das Bremsen richtig. Die Waffen tendieren zu Stunlocks und One-Hit-Kills ohne Gegenspiel, einige Strecken haben Kurven, die man erst nach dem Crash lesen kann, und bei mir ist das Spiel an einem Abend zweimal abgestürzt. Die Steam-Nutzerwertungen stehen auf Ausgeglichen, 58 Prozent positiv, und ich verstehe beide Hälften.

Für wen ist es?

Wer drei Freunde hat, die es alle diese Woche kaufen und zusammen auf dem Sofa oder in einer privaten Lobby spielen, bekommt einen chaotischen, witzigen Abend, und für zehn Euro ist das günstig. Wer es kauft, um allein mit Fremden zu spielen, kauft eine Server-Warteschlange und Prügel.

Fazit

Airframe Ultra ist ein brillantes Bike ohne Rennen drumherum. Physik, Look und Sound sind den Preis allein wert; die Online-Pflicht, die Schneeball-Ökonomie und die Spielerzahl der Startwoche sind es nicht. Ich will einen Patch mit Bots und Solo-Modus. Bis dahin kann ich es den meisten nicht empfehlen.

Wertung: 5/10

Bild: PattayaPatrol / CC BY-SA 4.0, source: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:DZ3_1035_Neon-lit_entrance_to_Sky_Music_Restaurant_Pub_at_night_in_Pattaya_with_empty_streets_and_parked_motorcycles.jpg

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