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Bewertung

Croc 2 Kingdom of the Gobbos im Test: Charmant, aber teuer

Croc 2 kehrt als herzliches Remaster mit starkem Museum, moderner Steuerung und laut Gamersyde deutlich besserer Kamera zurück, doch 29,99 € für rund sechs Stunden simplen 1999er-Plattformer sind viel. Wertung: 7/10.

Luka Perić

Friday, October 30, 2026

Croc 2 Kingdom of the Gobbos im Test: Charmant, aber teuer

Croc 2 war nie das PlayStation-Maskottchen, dem jemand einen Altar gebaut hätte, und genau deshalb freut es mich, dass es zurück ist. Argonaut Games und Titanium Studios haben das Remaster am 29. Oktober für PC (Steam und GOG), PS5, PS4, Xbox Series X/S und Switch veröffentlicht. Es trägt wieder den ursprünglichen Entwicklungstitel Kingdom of the Gobbos und kostet auf Steam 29,99 €.

Wie diese Wertung entstanden ist: Dieser Test stützt sich auf die Store-Angaben, den angekündigten Funktionsumfang und Launch-Tests von Gamersyde, Noisy Pixel, Games Asylum, Gamesurf und Creative Bloq, nicht auf einen eigenen vollständigen Durchgang. Stammt eine Angabe nur von einem Medium, nenne ich es.

Was drinsteckt

Croc verlässt seine Insel, um seine leiblichen Eltern zu finden, während Baron Dante auf Rache sinnt. Die Story ist wie schon 1999 nur ein Kleiderbügel. Was daran hängt, macht den Reiz aus: vier Dörfer auf dem Festland, mehr als 40 offen angelegte 3D-Plattformer-Level, Gobbos zum Retten, neue Guardians als Gegner und Fahrzeugabschnitte mit Autos, Speedbooten, Minenloren, Hängegleiter und Flugzeug.

Diese Abwechslung ist das beste Argument für den Nachfolger, wenn auch nicht, weil die Fahrzeuge viel Tiefe hätten. Gamersyde nennt diese Abschnitte recht simpel, Noisy Pixel durchwachsen. Trotzdem wechselt das Spiel ständig die Aufgabe, und der neue Dreifachsprung bringt Croc in den kniffligeren Passagen mehr Höhe.

Das Museum ist der eigentliche Gewinn

Die Croc2pedia ist der Teil, für den ich gern mehr zahlen würde: ein digitales Museum im Spiel mit unveröffentlichtem Entwicklungsmaterial und gestrichenen Inhalten, dazu die Croc2mentary, eine 90-minütige Dokumentation mit Interviews mit dem Team von 1999 und den Remaster-Entwicklern. Noisy Pixel und Creative Bloq heben es beide als Höhepunkt hervor, und das verstehe ich. Zu viele Remaster reduzieren Geschichte auf ein Menü voller Konzeptzeichnungen.

Die alten Probleme, größtenteils behoben

Die Kamera war der meistkritisierte Teil des Originals von 1999, und die Steam-Seite erwähnt sie noch immer nicht. Gamersyde, auf dem PC unterwegs, schreibt, dass eine manuelle Kamera das Platforming deutlich flüssiger macht als früher, und beschreibt eine Sichtfeld-Einstellung, die auch das breitere Sichtfeld der PC-Version von 2000 umfasst. Dieses Detail stammt allein von Gamersyde, es ist also der Bericht eines einzelnen Mediums und kein Konsens.

Die Steuerung wirkt wie der sicherere Gewinn. Laut Gamersyde ist die moderne Steuerung Standard und die alte Panzersteuerung optional, und Noisy Pixel berichtet, dass sich klassischer und moderner Stil jederzeit umschalten lassen. Raue Stellen bleiben: Gamersyde nennt Schwanzschläge mit wenig Rückmeldung und ungenauen Hitboxen sowie frühe Level ohne Checkpoint-Gongs.

Der wahre Zweifel ist der Gegenwert

Gamersyde war nach rund sechs Stunden durch, ohne auf 100 % zu gehen, und Noisy Pixel spricht von ein oder zwei Nachmittagen. Bei 29,99 € sind das etwa 5 € pro Stunde für ein 27 Jahre altes Spiel. Das Double Pack mit dem ersten Teil kostet zum Start auf Steam 53,08 €, mit nur 10 % Rabatt. Die PC-Mindestanforderungen sind zudem auffällig hoch, mit 16 GB RAM und 24 GB Speicherplatz.

Beim Spiel selbst ist die Kritik gespalten: Noisy Pixel gibt 7,5 und nennt es unterhaltsam, aber unausgewogen, Games Asylum gibt 6, Gamesurf 5,5 und spricht von oberflächlicher Politur. Steam-Nutzer sind milder, mit 94 % positiv bei nur 36 Reviews, als ich nachgesehen habe, einer kleinen und vermutlich nostalgischen Stichprobe.

Nintendo Everything berichtet, dass PM Studios Switch 2 Editions in den Handel bringt, mit offenen Vorbestellungen beim kanadischen Händler VideoGamesPlus und Boxversionen, die 2027 erwartet werden, bisher ohne festes Datum.

Für wen es ist

Wer mit Croc aufgewachsen ist, kann zugreifen. Sammler, die eine Box wollen, warten bis 2027. Jüngere Spieler und Familien mit Interesse an Neunziger-Plattformern warten besser auf einen Sale.

Fazit: Ein abwechslungsreiches, liebevolles Remaster mit herausragendem Museum und, nach den ersten Berichten, weitgehend behobenen alten Steuerungsproblemen. Die bessere Kamera nimmt das größte Risiko, aber rund sechs Stunden simpler 1999er-Plattformer zu diesem Preis kosten den Punkt gleich wieder.

Wertung: 7/10

Bild: Tomas Castelazo / CC BY-SA 3.0, source: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Croc_conclave.jpg

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