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Bewertung

Gears of War: E-Day im Test: Starke Rückkehr, keine Neuerfindung

Das Prequel von The Coalition ist das bestbewertete Gears seit fünfzehn Jahren - die Gefechte loben fast alle, eine veränderte Formel sieht fast niemand. Ein selbstbewusstes Comeback, das auf Nummer sicher geht. Wertung: 8/10.

Luka Perić

Tuesday, October 6, 2026

Gears of War: E-Day im Test: Starke Rückkehr, keine Neuerfindung

Was es ist

Gears of War: E-Day ist das Prequel zur gesamten Reihe von The Coalition, erschienen am 6. Oktober 2026 für Xbox Series X|S und PC (Microsoft Store und Steam) und vom ersten Tag an im Game Pass Ultimate sowie im PC Game Pass. Es führt zurück zum Emergence Day, dem Moment, in dem die Locust-Horde an die Oberfläche bricht, und stellt den jungen Marcus Fenix und Dom Santiago in den Mittelpunkt. Technisch läuft es auf der Unreal Engine 5 mit dem Ziel 4K bei bis zu 60 FPS.

Ein Hinweis zur Methode: Dieses Urteil wägt die Tests zum Launch und die offiziellen Angaben gegeneinander ab. Wo sich die Kritik uneinig ist, sage ich das.

Wie es sich spielt, nach Mehrheitsmeinung

Die Einigkeit bei den Gefechten ist auffällig. Pure Xbox schreibt, so gut habe sich die Reihe seit zwanzig Jahren nicht angefühlt, GamingBolt lobt die straffsten Kämpfe und eine der am besten getakteten Kampagnen der Serie, IGN vergab eine 9. Versprochen war der klassische Deckungsshooter mit modernisierter Bewegung und düstererem, horrorlastigem Ton - und genau das scheint geliefert worden zu sein.

Die Kampagne dauert laut The Coalition mehr als 14 Stunden, die längste des Studios. Spielbar ist sie solo, zu zweit im Splitscreen auf der Konsole oder online mit bis zu vier Spielern. Splitscreen im Jahr 2026 verdient allein schon Applaus.

Die Stärken

- Gunplay und Gefechtsdesign werden nahezu einhellig gelobt. - Optisch ein Vorzeigetitel - der Tester von Windows Central nannte es das schönste Spiel, das er je gesehen habe. - Ein volles Paket: Kampagne, Versus im 4-gegen-4 und Horde Siege, ein größerer PvE-Modus für drei Trupps mit je vier Spielern. - Kein klassischer Battle Pass, allerdings gibt es eine optionale Premiumwährung (Iron).

Die Schwächen

Hier gehen die Wertungen auseinander. Die 7 von GameSpot beschreibt ein gutes Spiel, das von Kämpfen getragen wird, die sich in zwei Jahrzehnten kaum verändert haben. VGC findet, die Geschichte nutze die Beziehung zwischen Marcus und Dom zu wenig - merkwürdig für ein Prequel, das um genau diese beiden gebaut ist. Gamekult ging bis auf 5 herunter und bemängelt Füllmaterial und eine Reihe im Autopilot-Modus. Auch der Nahkampf wird als hakelig beschrieben.

Ich halte diese Einwände für berechtigt, aber nicht für entscheidend. Ein Schnitt von 87-88 bei Metacritic macht E-Day zum bestbewerteten Gears seit Gears of War 3, und trotzdem liegt es unter der gesamten Originaltrilogie. Das sagt, was E-Day ist: ein sehr gutes Gears, keine neue Idee.

PC und Preis

Auf dem PC sind 130 GB SSD-Speicher nötig. Empfohlen werden 16 GB RAM und eine RTX 3060 Ti oder RX 6700 XT, das Minimum beginnt bei einer RTX 2060 oder RX 6600. Nicht übertrieben, aber diese Installationsgröße schmerzt bei den aktuellen SSD-Preisen.

Die Standard Edition kostet in den USA 69,99 Dollar, die Premium Edition 99,99 Dollar - dafür gab es vor allem fünf Tage Vorabzugang. Den Europreis solltet ihr im jeweiligen Store prüfen. Wer den Vollpreis scheut, spielt die Kampagne am naheliegendsten mit einem Monat Game Pass. Wichtig: Ranked Versus startet erst am 13. Oktober.

Fazit

Wer einen Deckungsshooter will, der sein Handwerk so gut beherrscht, wie es eben geht, samt Koop, der auch das Sofa einschließt, wird von E-Day bedient. Wer gehofft hat, das Prequel würde Gears neu denken, wird enttäuscht. Im Game Pass ohne Zögern spielen; den Vollpreis zahlen, wenn Koop und Multiplayer euch auch nach dem Abspann halten.

Wertung: 8/10

Bild: Kyu3a / CC BY-SA 4.0, source: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Xbox_Series_X%E3%81%A8Series_S.jpg