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Bewertung

Gravhounds im Test: Helldivers mit Schwanz ist ein sehr guter Anfang

Der Koop-Action-Builder von Octopus Panic mischt Horde-Shooter, Basenbau und Physik-Chaos zu einem Early-Access-Start, der mit Freunden schon richtig Spaß macht, solo aber dünn wirkt. Wertung: 7/10

Luka Perić

Tuesday, November 3, 2026

Gravhounds im Test: Helldivers mit Schwanz ist ein sehr guter Anfang

Gravhounds ist das Debüt von Octopus Panic, einem unabhängigen Studio, das von Veteranen von 343 Industries und DICE gegründet wurde und von Josh Holmes geleitet wird, dem Creative Director von Halo 4. Ihr erstes Spiel schickt ein Rudel genetisch veränderter Weltraumhunde auf feindliche Planeten, um Ressourcen abzubauen, während Alien-Schwärme sie fressen wollen. Seit dem 2. November ist es im Early Access auf Steam und als Game Preview auf Xbox Series X|S und Xbox PC, und es ist ab Tag eins im Game Pass.

Worum es geht

Das Studio nennt es "Koop-Action-Builder", und das passt. Für 1 bis 4 Spieler läuft jeder Einsatz gleich ab: landen, erkunden, Pipelines verlegen, die eure Basis mit Energie versorgen und Material transportieren, und dann alles mit Geschütztürmen verteidigen, während der Schwarm stärker wird. Stellt euch die Abwurf-und-Panik-Energie von Helldivers vor, gekreuzt mit dem Bergbau aus Deep Rock und einer Tower-Defense-Ebene, aus der Third-Person-Perspektive.

Wie es sich spielt

Der Star ist der Grav Beam, ein Physikwerkzeug, mit dem ihr Dinge auf dem Schlachtfeld anzieht, anhebt und wegschleudert. Zusammen mit Boost, Schweben und Grinden auf euren eigenen Rohren fühlt sich die Bewegung flott und angenehm albern an - die Jet-Set-Radio-Vergleiche aus der Demo-Phase sind berechtigt. Wenn die Basis läuft, vier Spieler zwischen den Türmen grinden und eine Welle von zwei Seiten anrollt, ist Gravhounds richtig gutes Koop-Chaos.

Für Early Access gibt es ordentlich Inhalt: fünf spielbare Gravhounds mit eigenen Fähigkeiten, sieben Sonnensysteme mit 25 Planeten mit unterschiedlichem Biom, Tageszeit und Atmosphäre, 21 Geschütz- und Verteidigungssysteme sowie 60 freischaltbare Mods, die ihr in ein Mod Deck steckt, um zu bestimmen, was ein Einsatz euch entgegenwirft. Für eine erste öffentliche Version ist das ein gut gefüllter Werkzeugkasten und ein gutes Zeichen für die Zukunft.

Die Schwächen

Solo zerfällt die Illusion schnell. Allein bauen und verteidigen wird zur Beschäftigungstherapie, und die Planeten verschwimmen, sobald man den Rhythmus kennt. Die Gegnervielfalt ist der dünnste Teil des Pakets, und das Verlegen von Rohren kann mit dem Controller fummelig sein. Der Xbox Store listet plattformübergreifenden Multiplayer, Crossplay zwischen Steam und Xbox ist aber nicht bestätigt - prüft das vor dem Kauf, wenn eure Freunde auf verschiedene Stores verteilt sind. Das ist Early Access, und das merkt man.

Preis und für wen es ist

Auf Steam kostet es 19,99 Euro, mit 25 % Rabatt bis zum 16. November. Mit Game Pass ist Ausprobieren ohnehin ein Selbstläufer. Wer eine feste Runde von drei Freunden hat, die Helldivers 2 oder Deep Rock Galactic mochte, kann zum Launch-Preis bedenkenlos zugreifen. Solospieler sollten auf Updates warten.

Fazit

Ein selbstbewusstes, witziges und spielerisch scharfes Fundament eines Teams, das genau weiß, wie sich Shooter anfühlen müssen. Inhalt und Gegnervielfalt müssen wachsen, aber der Kern-Loop sitzt bereits.

Wertung: 7/10 (Early Access)

Bild: mliu92 / CC BY-SA 2.0, source: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Xbox_One_Elite_Wireless_Controller_Series_2_(Model_1797).jpg

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