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Bewertung

SULFUR im Test: Der Roguelite-Shooter hat sich die 1.0 verdient

Nach zwei Jahren Early Access erscheint der raue Roguelite-Shooter von Perfect Random vollständig auf PC und Konsolen. Spannend, wuchtig und großzügig bei Builds, aber weiterhin nur solo. Wertung: 8/10.

Luka Perić

Wednesday, October 28, 2026

SULFUR im Test: Der Roguelite-Shooter hat sich die 1.0 verdient

Worum es geht

SULFUR steckt seit Oktober 2024 im Early Access auf Steam und hat dort leise eine "Sehr positiv"-Bewertung von tausenden Spielern gesammelt. Heute, am 28. Oktober, bringt Perfect Random das Spiel auf Version 1.0 und veröffentlicht es gleichzeitig für PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X|S, Switch und Switch 2. Es ist ein Roguelite-Shooter aus der Ego-Perspektive: Man stürzt sich in feindliche, von Goblins verseuchte Level, sammelt Beute, rüstet Waffen auf und versucht, lebend wieder herauszukommen. Wer stirbt, kann die mitgebrachte Ausrüstung verlieren.

Wie es sich spielt

Genau hier trifft SULFUR ins Schwarze. Die Waffen fühlen sich schwer und laut an, Gegner teilen ordentlich aus, und jedes Gefecht hat Gewicht, weil man Dinge bei sich trägt, die man nicht verlieren will. Im Zentrum stehen die Waffen: Man kombiniert sie mit Aufsätzen, Ausrüstung, Werkzeugen und Verzauberungen, bis aus einem rostigen Startgewehr etwas völlig Absurdes wird. Ich hatte Runs, in denen eine einzige glückliche Verzauberung meine Herangehensweise an ein ganzes Level umgekrempelt hat - und genau dieses Entdecken hält den "Nur noch ein Run"-Reiz am Leben.

Die Gebiete - Höhlen, eine Stadt, Kanalisation, ein Dungeon und eine Burg - haben jeweils eigene Gegner und Beute, und die Vollversion legt neue Karten, härtere Herausforderungen sowie mehr Waffen und Schmuckstücke oben drauf. Die Extraction-Spannung ohne die PvP-Schwitzerei des Genres ist SULFURs bester Trick: Die eigene Gier bestraft hier nur das Spiel selbst.

Die Schwächen

Es gibt keinen Mehrspielermodus. Perfect Random arbeitet laut eigener Aussage an Koop als Update nach dem Launch, aber derzeit ist das ein reines Solo-Erlebnis - und ein so chaotisches Spiel schreit nach einem Mitspieler. Die ersten Stunden sind zudem so hart, dass manche abspringen werden: Die Lieblingswaffe durch einen billigen Tod zu verlieren, tut weh, und das Spiel erklärt seine Systeme nicht immer klar. Am meisten interessiert mich die Switch-Fassung; auf dem PC lief es bei mir problemlos.

Preis

Mit dem 1.0-Release steigt der Preis in den USA von 24,99 auf 29,99 Dollar, Early-Access-Käufer besitzen die Vollversion bereits. Bei uns lag der Steam-Preis vor der Erhöhung bei 24,50 Euro - wer es im Sale erwischt, sollte zugreifen. Das Spiel unterstützt 13 Sprachen, darunter Deutsch, und es gibt eine Demo zum Ausprobieren.

Fazit

SULFUR zeigt, wie Early Access aussehen sollte: ein cleverer, selbstbewusster Roguelite, der seine zwei Jahre zum Wachsen genutzt hat, statt zu stagnieren. Gunplay und Waffen-Crafting gehören zum Besten im Genre, und das Risiko sorgt dafür, dass jeder Run zählt. Fehlender Koop verhindert vorerst den ganz großen Wurf. Wer Shooter mit Biss und Builds liebt, die das Spiel sprengen, macht hier wenig falsch.

Wertung: 8/10

Bild: darkday from Brisbane, Australia / CC BY 2.0, source: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dark_Light_(16233813885).jpg

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