Lightyear Frontier im Test: Die Mech-Farm wirkt mit 1.0 endlich fertig
Nach zweieinhalb Jahren Early Access erreicht FRAME BREAKs friedliches Mech-Farming-Abenteuer Version 1.0 mit echtem Ende, neuer Region und deutlich weniger Grind. Noch immer seicht, aber jetzt leicht zu empfehlen. Wertung: 8/10.
Luka Perić
Thursday, November 5, 2026

Ich habe Lightyear Frontier zum Early-Access-Start im März 2024 gespielt und war verzaubert, aber nicht satt: ein wunderschöner Alien-Planet, ein Mech, der gleichzeitig Traktor ist, und zu wenig zu tun, sobald der Reiz verflogen war. Am 4. November hat das schwedische Studio FRAME BREAK (zusammen mit Publisher Coffee Stain) nach sechs Content-Updates Version 1.0 für PC via Steam und Xbox Series X|S veröffentlicht. Es ist jetzt ein anderes Spiel - nicht radikal, aber dort, wo es zählt.
Worum es geht
Ein Open-World-Farming-Abenteuer ganz ohne Kämpfe. Ihr strandet auf einem fernen Planeten, baut ein Gehöft, züchtet außerirdische Pflanzen, beliefert entfernte Kolonien, sammelt Ressourcen und findet nach und nach heraus, was hier passiert ist. Der Clou ist euer Mech: Er gießt, erntet, saugt Verschmutzung auf und fährt und fliegt später sogar. Bis zu vier Spieler können sich im Koop eine Farm teilen, und ehrlich gesagt ist das die beste Art zu spielen.
Was 1.0 ändert
Die wichtigste Neuerung: Die Geschichte hat jetzt ein Ende. Die finale Region, die Sandswept Highlands, bringt neue Pflanzen und Ressourcen, und Late-Game-Missionen schließen die Hauptstory ab. Für mich noch wichtiger: Die Mech-Upgrades wurden gestrafft. Werkzeuge müssen nicht mehr Stufe für Stufe neu hergestellt werden, was im Early Access der zäheste Teil war. Voll ausgebaut bekommt der Mech mit dem Skyblazer-Modus Dauerflug und einen Schnellfeuer-Saatchip - im Flug über die Karte zu jagen und dabei Felder zu besäen, ist das Befriedigendste, was das Spiel je geboten hat. Zusammen mit dem früheren Automator-Update hat das Endgame endlich einen Loop, für den man bleibt.
Was weiterhin nicht zündet
Das Farming selbst ist im Vergleich zu Stardew Valley oder auch Coral Island seicht. Pflanzen verlangen kaum Planung, die Wirtschaft ist so nachsichtig, dass sie fast egal ist, und die Nachbarn sind nett, aber nicht einprägsam. Die Story ist in Ordnung, an die Dialoge erinnert man sich aber nicht. Die aktuellen Steam-Nutzerreviews stehen bei "Größtenteils positiv", und das trifft meinen Eindruck: ein solides, warmherziges Spiel, keine Offenbarung.
Preis bei uns
Mit 1.0 stieg der Preis auf 29,99 Euro, auf Steam gibt es aber bis zum 12. November 20 Prozent Launch-Rabatt (23,99 Euro). Zu diesem Preis lohnt es sich, besonders mit Koop-Partner - die komplette Reise dauert einige Dutzend gemütliche Stunden, und allein die Mech-Spielereien rechtfertigen den Kauf.
Fazit
Lightyear Frontier 1.0 zeigt, wie Early Access aussehen sollte: Das Studio hat zugehört, den Grind gestrichen und ein richtiges Ende geliefert. Es bleibt eher entspannend als tiefgründig, und Farming-Veteranen werden die Systeme dünn finden. Wer aber ein gemütliches, kampffreies Koop-Abenteuer sucht, in dem man einen Farm-Mech durch eine traumhafte Alien-Welt steuert, bekommt jetzt ein klares Ja.
Wertung: 8/10
Bild: World Travel Adventures / CC CC0 1.0, source: https://stocksnap.io/photo/farming-field-NEWDFJLN0W



