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Bewertung

One Piece: Grand Gourmet im Test: Kairosoft kocht für die Strohhüte

Kairosofts One-Piece-Restaurantsimulation ist ein gemütliches, fanlastiges Management-Spiel, das kein Risiko eingeht. Toll für Fans und Kairosoft-Kenner, zu passiv für alle anderen. Wertung: 7/10

Luka Perić

Monday, October 26, 2026

One Piece: Grand Gourmet im Test: Kairosoft kocht für die Strohhüte

Kairosoft macht seit fünfzehn Jahren dasselbe Spiel, und das meine ich größtenteils als Kompliment. Winzige Pixelmenschen, ein Raster zum Füllen, Zahlen, die steigen, und dieser "noch ein Jahr"-Sog, der ganze Abende frisst. One Piece: Grand Gourmet, veröffentlicht von Bandai Namco und seit dem 23. Oktober 2026 für Switch, Switch 2, PC (Steam), iOS und Android erhältlich, setzt diese Formel auf ein Schiff und überlässt Sanji die Küche.

Was man eigentlich tut

Ihr führt ein schwimmendes Restaurant. Sanji kocht, der Rest der Strohhutbande bedient, und ihr platziert Tische, Deko und Attraktionen, um Gäste anzulocken. Gäste kommen mit Wünschen - baue dies, nimm jenes Gericht auf die Karte - und wer sie erfüllt, gewinnt Fans, die mit euch weitersegeln. Jede Region hat Ziele (Fans, Umsatz, Wünsche) und eine rivalisierende Bande falscher Strohhüte, die ihr schlagen müsst, bevor es ins nächste Meer geht.

Die Crew ist clever in die Systeme eingebaut statt nur als Porträt aufgeklebt. Robin levelt Gerichte mit Zutaten auf, Zorros Fitnessraum trainiert das Personal, Nami betreibt einen Laden für Zutaten und Gästegeschenke, Franky baut Schiffsdeko und Lysops Fabrik stellt Tischschmuck her. Bekannte Gesichter wie Hatchan und Buggy betreiben Stände oder treten auf einer Bühne auf, die ihr baut. Für Fans ist dieser stetige Strom an Cameos das Hauptgericht.

Die Stärken

Das Menüsystem ist das Beste am Spiel. Ihr kombiniert Gerichte zu Menüs, legt den Preis fest und jagt Kettenboni, die die Berry pro Gast erhöhen. Das Tüfteln an Kombinationen und Tischkomfort ist klassisches Kairosoft-Optimieren und macht Spaß. Die Pixelgrafik ist charmant, das Tempo entspannt, ideal für den Handheld oder die Bahnfahrt. Für 19,99 Euro im europäischen eShop und auf Steam ist es bei uns auch fair bepreist.

Die Schwächen

Kochen ist ein einziger Knopfdruck. Kein Küchen-Minispiel, kein Timing, nichts, was ihr selbst mit dem Essen macht - für ein Spiel rund um einen Koch eine verpasste Chance. Große Teile des Mittelteils bestehen aus Warten, bis Zahlen steigen, und wer Cafeteria Nipponica oder Pocket Harvest kennt, sieht jeden Trick kommen. Der Einstieg hat seltsamerweise das umgekehrte Problem: Wie auch Multiplayer.it kritisiert, fehlt eine Einstellung für die Spielgeschwindigkeit, sodass die ersten Stunden vorbeirauschen, bevor man richtig angekommen ist. Technisch läuft das Spiel auf allen Plattformen, auch auf dem PC, mit festen 30 fps - für eine Pixel-Managementsimulation kein Problem, aber gut zu wissen.

Für wen es ist

Für One-Piece-Fans, die ein ruhiges, langfristiges Management-Spiel mit ihrer Lieblingscrew wollen, und für Kairosoft-Stammspieler, die einfach mehr vom Gleichen im neuen Kostüm suchen. Wer aktives Gameplay braucht oder mit der Lizenz nichts anfangen kann, schaut hier einer Tabelle beim Sushi-Essen zu.

Fazit

Grand Gourmet ist ein herzliches, solides Kairosoft-Spiel mit echter Liebe zu Odas Welt und klugem Einsatz der Crew in den Systemen. Es ist aber auch die sicherste denkbare Version dieser Idee. Spaßig, gemütlich, etwas zu passiv.

Wertung: 7/10

Bild: Ferfive / CC BY 4.0, source: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Straw_Hat_Pirates%27_Jolly_Roger.jpg

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