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Bewertung

We Were Here Tomorrow im Test: Reden bleibt das beste Rätsel

Total Mayhem Games verlegt seine Walkie-Talkie-Koop-Formel in eine retrofuturistische 80er-Jahre-Anlage. Die Zeit- und Gravitationsrätsel sind clever, die Kommunikation ist weiterhin genial, aber die alten Schwächen der Reihe bleiben. Wertung: 7/10.

Luka Perić

Thursday, October 22, 2026

We Were Here Tomorrow im Test: Reden bleibt das beste Rätsel

Nur wenige Koop-Spiele verstehen, dass das eigentliche Rätsel die Person am anderen Ende der Leitung ist. Die We-Were-Here-Reihe hat fünf Spiele auf dieser Idee aufgebaut, und We Were Here Tomorrow, seit dem 20. Oktober für Steam, PS5 und Xbox Series X|S erhältlich, ist das größte und ehrgeizigste bisher. Es ist auch das erste, das gefrorene Burgen gegen etwas völlig anderes eintauscht.

Worum es geht

Ihr und ein Freund seid zwei Forscher, gefangen in Norcek Industries, einem retrofuturistischen Forschungskomplex im Stil einer 80er-Jahre-Zukunftsvision, samt Synthwave-Soundtrack. Ein verschwundenes Forschungsteam und sehr fragwürdige Experimente geben euch Grund, weiterzugraben. Wie immer seid ihr getrennt: Jeder sieht einen anderen Raum, hat eine andere Rolle und andere Ausrüstung, und die einzige Verbindung ist ein Walkie-Talkie.

Wie es sich spielt

Der Kern hat sich nicht verändert, und das ist ein Kompliment. Einer starrt auf eine Wand voller Symbole, der andere auf ein Kontrollpult, und ihr müsst beschreiben, was ihr seht - so klar, dass der andere handeln kann. Klingt einfach. Ist es nicht. Mein Partner und ich haben zehn Minuten darüber gestritten, ob eine Form ein "Schnörkel" oder ein "Blitz" ist, und genau diese Frustration, gefolgt vom Klick eines gelösten Rätsels, macht die Reihe aus.

Neu sind Rätsel rund um Zeit, Gravitation und Raum sowie die Hightech-Ausrüstung jedes Spielers. Die besten Räume nutzen diese Mechaniken asymmetrisch - die Aktion des einen verändert die Welt des anderen auf eine Weise, die keiner vollständig sieht - und das sind die klügsten Momente der Seriengeschichte. Auch das Setting hilft: Die neonbeleuchteten Korridore sind nach Jahren eisiger Verliese eine willkommene Abwechslung.

Die Schwächen

Die alten Reibungspunkte sind geblieben. Einige Rätsel setzen eher auf Ausprobieren als auf Kommunikation, und wer feststeckt, hat außer Raten oder einer Komplettlösung wenig Hilfe. Im Mittelteil sinkt das Tempo, mehrere Räume wirken wie Variationen derselben Idee. Und die offensichtliche Einschränkung: Das ist ein reines Zwei-Spieler-Spiel, das mit dem Voice-Chat steht und fällt. Ohne geduldigen Partner gibt es hier nichts für euch.

Crossplay zum Start ist ein echter Pluspunkt, denn euer Freund muss nicht auf derselben Plattform spielen.

Preis

Auf Steam kostet es 19,99 €, mit 10 % Launch-Rabatt zum Zeitpunkt des Tests 17,99 €. Jeder Spieler braucht eine eigene Kopie, also plant zwei ein - für ein Koop-Abenteuer, das mehrere Abende füllt, immer noch fair.

Fazit

We Were Here Tomorrow ist der schönste und einfallsreichste Teil der Reihe, mit einer Handvoll wirklich brillanter asymmetrischer Rätsel. Die gelegentlich undurchsichtige Designgewohnheit der Serie behebt es nicht, und es ist nur so gut wie euer Partner. Schnappt euch jemanden, der gut kommuniziert, und ihr werdet viel Spaß haben.

Wertung: 7/10

Bild: Sonson2 / CC BY-SA 4.0, source: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:DualSense_Controller_Chroma_Pearl.jpg

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